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Traditionell orientiert sich unser Schulsystem am Ideal möglichst homogener Lerngruppen. Im Gegensatz dazu steigt heute die Vielfalt in den Klassenzimmern stetig weiter: Immer mehr Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund; der Anspruch auf gemeinsames Lernen ist rechtlich verankert und wird in der Praxis zunehmend eingefordert.

Mittlerweile ist daher die individuelle Förderung zentrale Leitidee moderner Schulgesetze. In Schule und Unterricht werden Formen innerer und äußerer Differenzierung entwickelt und erprobt. Doch kann Schule auf jede Vorstellung von „Normalität“ verzichten? Ihr Bildungsauftrag besteht auch in der Herstellung von Gemeinsamkeit. Diese erfordert Auseinandersetzung darüber, was gelten soll, Verständigung über gemeinsame Wertorientierungen und „Normalität“.

Die Münsterschen Gespräche zur Pädagogik am 26. und 27. Februar 2018 wollen das Spannungsfeld zwischen Vielfalt und „Normalität“ ausloten. Neben wissenschaftlichen Referaten werden aktuelle Ansätze aus der Praxis vorgestellt und diskutiert. Eingeladen sind alle, denen professionell gestaltete Schule und Unterricht am Herzen liegen: Schulleiter/innen und Lehrkräfte, Erziehungswissenschaftler/innen, Fachleiter/innen, Lehrerfortbildner/innen, Schulträgervertreter/innen, Bildungspolitiker/innen und interessierte Öffentlichkeit.

Anmeldungen nimmt das Franz Hitze Haus als Tagungsort gerne entgegen, weitere Informationen finden Sie hier.

Die Anmeldung für den 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort über die Kongresswebseite (http://icbfkongress.de/icbf2016/anmeldung) möglich. Der Kongress findet vom 19. bis 22. September 2018 unter dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ statt. Für die Haupt- und Parallelvorträge an den Vormittagen, in welchen allgemeine und theoretische Aspekte aufgegriffen und diskutiert werden, haben bereits viele Referentinnen und Referenten zugesagt, die sich unter dem Oberthema des Kongresses mit spezifischen Themenbereichen auseinandersetzen. Wir freuen uns zum jetzigen Zeitpunkt über Zusagen u.a. von:
Prof. Dr. Susan Baum (NAGC Washington, USA), Prof. Dr. François Gagné (Université du Québec a Montréal, Kanada), Prof. Dr. Heiner Gembris (Universität Paderborn), rof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel), Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF Berlin), Prof. Victor Müller-Oppliger (PH FHNW Basel, Schweiz), Prof. Dr. Aljoscha Neubauer (Universität Graz, Österreich), Prof. Dr. Christoph Perleth (Universität Rostock), Prof. Dr. Francis Preckel (Universität Trier), Prof. Andreas Schleicher (OECD Paris, Frankreich), Prof. Dr. Jörg Schorer(Universität Oldenburg), Prof. Dr. Simone Seitz (Universität Paderborn), Prof. Dr. Andrzej Sękowski (J. P. Cath. University of Lublin, Polen), Prof. Dr. Del Siegle (University of Connecticut, USA), Prof. Dr. Claudia Solzbacher (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Heidrun Stöger (Universität Regensburg), Prof. Dr. Miriam Vock (Universität Potsdam), Prof. Dr. Thomas Wagner (Päd. Hochschule Linz, Österreich), Prof. Dr. Gabriele Weigand (Päd. Hochschule Karlsruhe), Prof. Dr. Albert Ziegler (Universität Erlangen-Nürnberg)...

Nähere Informationen und weitere Referentinnen und Referenten finden Sie unter: www.icbf-kongress.de.

Am Donnerstag, den 30. November 2017 lädt die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) in Soest erneut zur Fachtagung „Schule entwickeln - das Miteinander gestalten“ ein.

Die Fachtagung bietet die Gelegenheit, sich vertieft mit unterschiedlichen Aspekten der interkulturellen Schulentwicklung zu beschäftigen und sich hierzu auszutauschen. Nach einem Impulsvortrag durch Prof. Dr. Karim Fereidooni von der Ruhruniversität Bochum kann einer von neun Workshops gewählt werden. Themen sind unter anderem "Demokratische Schulkultur - Aspekte von Gender, Migration und mehr", "Was heißt hier eigentlich Ehre?" oder "Methoden und Medien für das interreligiöse Lernen". Die Tagung zur interkulturellen Schulentwicklung richtet sich an alle interessierten Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aller Schulformen.

Online-Anmeldung

Im Rahmen der Ringvorlesung musste der Vortrag von Herrn Dr. Voges erneut verschoben werden. Sein Vortrag „Bessere Entwicklungsmöglichkeiten für leistungsstarke und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler: Zur Entstehung der gemeinsamen Förderstrategie von Bund und Ländern von Herbst 2016“ ist nun am 19.12.2017 zu hören.

In Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif) wird im Wintersemester 2017/18 im Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Münster eine Ringvorlesung zum Thema "Talente fördern – Leistungen entwickeln" angeboten.

Potenziale und Begabungen zeigen sich in ihrer Vielfalt in jeder Person. Dabei gilt es die vielfältigen Talente zu fördern, damit sich persönliche Leistungen entwickeln können. Vor allem die Schule hat die Aufgabe, alle Kinder und Jugendlichen als potenziell leistungsfähig zu adressieren. Neben leistungsschwächeren sollten auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen und dabei in ihren individuellen Lernprozessen herausgefordert und gefördert werden.

In der Ringvorlesung "Talente fördern – Leistungen entwickeln" werden Grundlagen und Konzepte einer diagnosebasierten individuellen Förderung von vielfältigen Leistungspotenzialen insbesondere im schulischen Kontext vorgestellt und diskutiert.

Dabei wird die Expertise aus unterschiedlichen Fachrichtungen innerhalb sowie außerhalb der Universität Münster gebündelt. Es werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt, die zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Vielfalt – auch mit dem Blick auf leistungsstärkere und potenziell leistungsfähige Schülerinnen und Schüler – gewinnbringend für alle sein kann.

Die Ringvorlesung ist für Pädagoginnen und Pädagogen und alle weiteren Interessierten ab dem 17.10.2017 geöffnet. Die Veranstaltung findet dienstags in der Zeit von 16.15 – 17.45 Uhr im S 10 im Schloss der Universität Münster (4. OG) statt.

Hier können Sie das Programm der Ringvorlesung herunterladen

Unter dem Titel „Schrift.Sprach.Forscher. – Rechtschreibstrategien entdecken, entwickeln und automatisieren“ startete am 18. September ein neues Fortbildungsformat des lif.

Die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer werden in ihren Schulen im vierten oder fünften Jahrgang Kleingruppen zur Rechtschreibförderung nach dem Konzept Schrift.Sprach.Forscher. durchführen. Ziel ist der sichere Umgang der Schülerinnen und Schüler mit effektiven Rechtschreibstrategien, um die Rechtschreibkompetenz zu steigern und sie zu befähigen, eigene Textproduktionen zu überprüfen und zu verbessern. Grundprinzip der Arbeit ist das forschend-entdeckende Lernen. Beim Konzept Schrift.Sprach.Forscher. bilden die individuellen Stärken und Interessen sowie die Motivation der Schülerinnen und Schüler einen zentralen Grundgedanken.

Im Grundlagenmodul I ging es zunächst um die Grundidee des Projektes. Prof. Dr. Fischer stellte in seinem Vortrag zentrale Aspekte des Orthographieerwerbs sowie die Entstehung des Schrift.Sprach.Forscher.-Ansatzes dar. Darüber hinaus wurden wichtige Gesichtspunkte zur Bildung der schulischen Fördergruppen erörtert. Das im Oktober stattfindende zweite Grundlagenmodul sowie drei weitere, praxisbegleitende Module, sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Planung, Durchführung und Evaluation in den Schulen unterstützen.

Bei Interesse am Projekt Schrift.Sprach.Forscher. wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung (lif@uni-muenster.de)

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Landeskompetenzzentrum für
Individuelle Förderung NRW
Krummer Timpen 57
D-48143 Münster

Tel: 0251/8329320
Fax: 0251/8329316

E-Mail: lif@uni-muenster.de