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News & Aktuelles

Erfolgreiche Durchführung des 7. Münsterschen Bildungskongresses - Vier Tage im Zeichen der nachhaltigen Begabungsförderung

Wie der am 07. August 2021 veröffentlichte Bericht des UN-Klimarats (IPCC) nochmal verdeutlicht, ist es höchste Zeit für einen dauerhaften ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel. Politik, Wirtschaft und jeder Einzelne müssen dazu ihren Beitrag leisten und das eigene Handeln und Verhalten überprüfen. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle. Insbesondere eine gezielte Begabungsförderung kann durch die Stärkung von Fähigkeits- und Persönlichkeitspotenzialen junger Menschen - zum Beispiel durch die Förderung kreativer Problemlösekompetenzen oder ethischen Verantwortungsbewusstseins - einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Gemeinwohlorientierung und zu einer innovativen Zukunftsgestaltung leisten.

Vor diesem Hintergrund fand vom 22. – 25. September 2021 der 7. Münstersche Bildungskongress statt. Die Thematik „Potenziale erkennen, Talente entwickeln, Bildung nachhaltig gestalten“ wurde durch über 100 Vorträge vielfältig gestaltet. Interaktive Kaffeepausen und Podiumsdiskussionen rundeten das Programm ab. Insgesamt haben 1088 Personen am Kongress im Format Digital Plus teilgenommen.

Wir bedanken uns bei allen Vortragenden, Mitwirkenden und Teilnehmenden!

Einige Impressionen der Kongresstage finden Sie hier: https://vimeo.com/615951921

Wir sind gespannt auf das Feedback und möchten alle Kongressteilnehmenden darum bitten, den Evaluationsbogen über Limesurvey auszufüllen: https://ivv7lime.uni-muenster.de/index.php/897994?lang=de

Begabungsförderung als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe - Münstersche Empfehlungen

Anlässlich des siebten Münsterschen Bildungskongresses wurden am 25. September 2021 in Münster die „Münsterschen Empfehlungen“ an den Vorsitzenden der Amtschefkonferenz der KMKHerrn Staatsrat Rainer Schulz, übergeben. Die Empfehlungen wurden gemeinsam von der Robert Bosch Stiftung, der Joachim Herz Stiftung und der Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung verfasst. Sie beinhalten neun Aspekte, die bezüglich gesellschaftlicher Herausforderungen Perspektiven für die Begabungsförderung und Potenzialentwicklung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen, aber auch darüber hinaus enthalten.

Hier finden Sie die komplette Pressemitteilung mit weiteren Hintergründen zur Ausarbeitung der "Münsterschen Empfehlungen".

Hier geht es direkt zum Wortlaut der "Münsterschen Empfehlungen" mit ihren neun Aspekten.

 

Auftakt Expertin und Experte Individuelle Förderung & Potenzialentwicklung, Kurs 8

Gruppenfoto ExperteAm 11. und 12. Juni 2021 starteten 27 Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Schulformen den achten Durchgang der Qualifizierungsmaßnahme „Experte Individuelle Förderung und Potenzialentwicklung“. Zusätzlich nahmen zehn Schulleitungsmitglieder als Gäste teil. Der Auftakt wurde in einem abwechslungsreichen Onlineformat von zahlreichen Referentinnen und Referenten verschiedener Universitäten begleitet. Dazu gehörten z. B. von der WWU Münster Prof. Dr. Martin Bonsen und Prof. Dr. Fischer, Prof. Dr. Julia Gerick (TU Braunschweig), Prof. Dr. em. Uwe Hameyer, Prof. Dr. Thomas Häcker (Universität Rostock). Die Beiträge waren sehr vielseitig und lieferten z. B. wertvolle Impulse zur Digitalisierung, zur individuellen Förderung, zur professionellen Kompetenzentwicklung gestützt durch Portfolioarbeit und zum Innovationswissen bzw. zu Etablierungsprozessen in der Schule. Im Praxisforum gewährte Frau Kathrin Kösters, Schulleiterin der Gesamtschule Münster-Mitte, einen Einblick in die praktische und teils digital gestützte Umsetzung pädagogischer Konzepte sowie die erfolgreiche Implementation an ihrer Schule.


Dem Auftakt werden Module in den Bereichen Kommunikation, Diagnostik und Didaktik folgen. Jede/r Teilnehmer/in entwickelt mit wissenschaftlicher Begleitung ein Best-Practice Beispiel, welches auf einem Anliegen der Einzelschule basiert. Diese Beispiele werden im Abschlussmodul präsentiert.


Nähere Informationen zur Weiterbildungsmaßnahme erhalten Sie im Sekretariat des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung.

Qualifizierungsbaustein im Projekt „Leistung macht Schule“ (LemaS NRW): Lernberatung im Schulalltag erfolgreich gestalten

Ende Mai 2021 wurde zum zweiten Mal der Qualifizierungsbaustein „Lernberatung im Schulalltag“ im Rahmen des Projektes „Leistung macht Schule“ (LemaS NRW) vom Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen des Bausteins machten sich elf Lehrer*innen von sechs verschiedenen Schulen unterschiedlicher Schulformen auf den Weg, die Beratungsgespräche mit ihren Schüler*innen zu individualisieren und die Beratungskonzepte ihrer Schulen weiter zu optimieren. Insgesamt konnten damit nun schon Lehrer*innen von zwölf verschiedenen LemaS-Schulen fortgebildet werden.

Trotz schulischer Arbeit unter Pandemie-Bedingungen setzten sich die Teilnehmer*innen engagiert sowohl mit theoretischen Hintergründen als auch der praktischen Durchführung von Lernberatungen im schulischen Alltag auseinander. Die Inhalte des Qualifizierungsbausteins wurden von allen Teilnehmer*innen als bedeutsam im Kontext von LemaS eingeschätzt und es wurde von vielen ein wahrgenommener hoher Lernzuwachs zurückgemeldet.

Die Veranstaltung wurde von den beiden Referentinnen Anja Wardemann und Karin Quandt  wiederholt als Online-Live Seminar durchgeführt. Auch wenn alle Beteiligten pandemiebedingt die gewohnten Präsenzveranstaltungen vermissen, wurde die Durchführung als Online-Live Seminar überwiegend positiv bewertet und als gewinnbringend betrachtet. Insbesondere das gesteigerte Interesse an Beratungsprozessen, die Weiterentwicklung der eigenen Beratungskompetenz und die Optimierungsideen für die schulischen Beratungskonzepte wurden von den Lehrer*innen beider Durchgänge hervorgehoben.

Der nächste Qualifizierungsbaustein „Lernberatung im schulischen Alltag erfolgreich gestalten“ findet voraussichtlich im November 2021 für Teilnehmer*innen des Projekts „Leistung macht Schule“ (LemaS NRW) statt. Die Termine werden zu Beginn des neuen Schuljahres veröffentlicht. Nähere Informationen erhalten Sie im Sekretariat des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung (Ansprechpartnerin Frau Surmann) oder beim LemaS Projektbüro (Ansprechpartnerin Frau Zumbrock).

6. Landestagung der 63 nordrhein-westfälischen LemaS-Schulen - Rückblick

Am 14./15. Juni luden das lif und das Schulministerium zum sechsten Mal die nordrhein-westfälischen Schulen im Bund-Länder-Programm „Leistung macht Schule“ zur Landestagung ein. Im Zentrum standen dabei „Enrichment und außerunterrichtliche Förderung – digital gestützt“. Der Einladung zur Landestagung folgten an den beiden Tagungstagen 100 bzw. 80 Kolleginnen und Kollegen aus LemaS-Schulen und auch einige interessierte Gäste.

Am ersten Tagungstag hielt Prof.‘ Dr. Isa Jahnke, Professorin für 'Learning Design & Technologies' an der University of Missouri-Columbia, USA die Keynote Personalisiertes Lernen in digitalen Lehr-Lernsettings. Prof.‘ Dr. Jahnke forscht seit vielen Jahren in skandinavischen und internationalen Schulen zur Förderwirksamkeit digitaler Technologien.

Mit der Keynote Digitale Enrichmentformate: Alter Wein in neuen Schläuchen oder ein Quantensprung der Möglichkeiten erörterten Jan Kwietniewski und Andreas Terfloth vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg am zweiten Tagungstag beispielhaft die Herausforderungen bei der Umgestaltung des „traditionellen“ landesweiten Enrichmentkonzepts in Online-Formate und reflektieren die aktuellen Veränderungen.

Nach den Keynotes luden jeweils sechs Workshops zur Weiterarbeit und Auseinandersetzung unter verschiedenen Einzelaspekten ein: die „Digitale Drehtür“ als schulübergreifendes Format der digitalen Unterrichtsentwicklung; erprobte Konzepte zur außerunterrichtlichen Begabungsförderung aus der Praxis der Schiller-Schule Bochum; Nachhaltige Zukunftsgestaltung an der Grundschule Wiedenest: ein besonderes Förderprojekt; Förderung von Lernstrategien im Distanzunterricht; Flipped Classroom 2.0; Digitale Präsentationen: Ergebnisse aus außerunterrichtlichen Zusammenhängen sichtbar machen.

Darüber hinaus gab es schulische Vernetzungsmöglichkeiten rund um mehrere Entwicklungsprojekte, die das lif den LemaS-Schulen als ergänzende Unterstützung beim Kompetenzaufbau in Diagnostik, Beratung und Enrichment mit wissenschaftlicher Begleitung anbietet.

Im Tagungspadlet unter dem Link https://pacemakerinitiative.padlet.org/info7125/LemaS_Landestagung sind nun eine Nachbereitung mit Material aus den Workshops sowie Links zu den aufgezeichneten Vorträgen zu finden. Zu den Vorträgen gelangen Sie auch direkt über diese Links:

Keynote von Frau Prof.' Isa Jahnke zu Personalisiertem Lernen in digitalen Lehr-Lernsettings: https://vimeo.com/565779079/e1c39b191a

Vortrag von Jan Kwietniewski und Andreas Terfloth: Digitale Enrichmentformate: Alter Wein in neuen Schläuchen oder ein Quantensprung der Möglichkeiten?: https://vimeo.com/565793100/db60590020

Aktuelle Informationen zum Programm LemaS-NRW finden Sie unter www.lemas.nrw.

Fortbildung „Schrift.Sprach.Forscher. – Rechtschreibstrategien entdecken, entwickeln und automatisieren“

.ssf logo..des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung NRW (lif) wird auch im Schuljahr 2021/2022 angeboten

Das Konzept Schrift.Sprach.Forscher. stellt ein Angebot zur Rechtschreibförderung in den Jahrgangsstufen 4 und 5 dar. Die praxisbegleitende Fortbildung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer interessierter Schulen in NRW,

  • für die eine Verbesserung der Rechtschreibkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Thema ist,
  • die auf der Suche nach einem (veränderten) Ansatz zur Gestaltung des schulischen Förderunterrichts im Bereich Rechtschreibung sind,
  • die ihren Förderunterricht inhaltlich stimmig und außerdem stärkenorientiert, produktiv und motivierend gestalten möchten.
     
Für interessierte Lehrerinnen und Lehrer findet am 9. Juni 2021 von 16.30 bis 17.30 Uhr eine Informationsveranstaltung statt, in der das Konzept und der Ablauf der Fortbildung genauer vorgestellt werden.
 
Nähere Informationen - auch zur Anmeldung - finden Sie hier 
Fortbildungen zum Forder-Förder-Projekt

FFP-Weiterbildung

Das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung (lif) bietet auch im Schuljahr 2021/22 eine praxisbegleitende Fortbildung zum Forder-Förder-Projekt (FFP) für Lehrerinnen und Lehrer interessierter Schulen in NRW an.

Das Forder-Förder-Projekt ist ein Projekt zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern. Zur Zielgruppe gehören sowohl Schülerinnen und Schüler der Grundschule als auch der Sekundarstufe I (Unter- und Mittelstufe), die wöchentlich je zwei Stunden über interessengeleitete Themen eine Expertenarbeit schreiben und im Anschluss daran einen Expertenvortrag anfertigen. Ziel ist es, Kinder in Bereichen ihrer individuellen Interessen und Begabungen herauszufordern und sie damit zugleich bei der Entwicklung ihrer Lernkompetenzen zu fördern. Grundlegend hierfür sind im FFP Strategien des selbstgesteuerten und des forschenden Lernens.

Weitere Informationen - auch zur Anmeldung - entnehmen Sie bitte dem Flyer

Am 15. September 2021 findet eine digitale Informationsveranstaltung statt, zu der interessierte Schulen bzw. Lehrkräfte eingeladen sind. 

Nähere Informationen - auch zur Anmeldung - finden Sie hier

FFP-Plus-Weiterbildung

Das Forder-Förder-Projekt Plus ist das Projektformat für die gymnasiale Oberstufe. Auch hierzu wird vom Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW eine Fortbildung für Lehrkräfte angeboten. Am 30.08.2021 findet von 16.00 bis 17.00 Uhr eine Auftaktveranstaltung statt, zu der interessierte Schulen bzw. Lehrkräfte eingeladen sind. 
 
Nähere Informationen - auch zur Anmeldung - finden Sie hier
Der "Experte Individuelle Förderung" | Infofilm

Angesichts der aktuellen Lage in den Schulen stellen sich Fragen zur professionellen Gestaltung von Lehren und Lernen neu, und zwar nicht nur im Bereich effizienterer Gestaltung schulischer Bildungsprozesse, sondern z.B. auch im Bereich der Gestaltung neuer Lernumgebungen und, damit verbunden, der entsprechenden Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden. Um den neuen Herausforderungen wie auch dem Anrecht der Lernenden auf individuelle Förderung gerecht zu werden, brauchen Lehrkräfte Unterstützungsangebote, die vor wissenschaftlich fundiertem Hintergrund diese Herausforderungen als Chance begreifen. Hier bietet das vom Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW entwickelte und evaluierte Qualifizierungskonzept zum Zertifikat: Experte Individuelle Förderung eine gute Möglichkeit.

Das vom Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW entwickelte und evaluierte Qualifizierungskonzept zum Zertifikat: Experte Individuelle Förderung soll es Lehrkräften aller Schulformen ermöglichen, ihre Kompetenzen zur individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler zu erweitern und somit eine optimale Begabungsentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Qualifizierung erwerben grundlegende Kompetenzen zur individuellen Förderung in Theorie und Praxis, die im eigenen Unterricht und in der systemischen Weiterentwicklung der Schule angewandt werden können. Verantwortlich für die Durchführung der Qualifizierung ist das Internationale Centrum für Begabungsforschung (ICBF). Der erfolgreiche Abschluss des Lehrgangs wird bestätigt durch ein Zertifikat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

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Das Qualifizierungskonzept zum Zertifikat: Experte Individuelle Förderung stellen wir Ihnen gerne auch im Film vor, den Sie an dieser Stelle hinterlegt finden. 

Weitere Informationen und aktuelle Termine finden Sie zudem im zugehörigen Websitebereich

 

Umgang mit der Corona-Pandemie

Die Weiterbildungskurse des lif können nur vorbehaltlich der jeweils aktuellen Pandemielage und der jeweils aktuellen Verordnung (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Präsenz stattfinden. Das Franz Hitze Haus in Münster, der Seminarort der Weiterbildungen des lif, hat ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept entwickelt, welches regelmäßig an die aktuelle Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO ) angepasst wird. 

Sollte die jeweilige Situation es erforderlich machen, so werden einzelne Module der Weiterbildungen als online-Seminar und ggf. auch als hybrides Seminar stattfinden.

LemaS-Schulen tauschten Erfahrungen aus

Mehr als 80 Interessierte aus den nordrhein-westfälischen LemaS-Schulen und einige Gäste nahmen am 23. März an der Online-Fachtagung zur „Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler in Präsenz- und Distanzunterricht“ teil. In sechs Themenforen ging es um die Erfahrungen, die in der Pandemiezeit die individuelle Förderung und Begabtenförderung vor neue Herausforderungen stellt, aber auch neue Möglichkeiten eröffnet. Beispiele guter Praxis im Unterricht, Möglichkeiten wirksamer Lernbegleitung und Lernberatung, Fragen der Leistungsrückmeldung, Motivation und Selbstregulierung im Distanzunterricht, aber auch Ideen zur kollegialen Vernetzung und kollegialen Beratung sowie die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen psychischen Belastungen durch die Isolation waren Leitthemen der Gesprächsgruppen, die von SchulleiterInnen und Förderexperten der LemaS-Schulen sowie Fachkollegen aus Bezirksregierungen im Verbund mit WissenschaftlerInnen der WWU bzw. des Landeskompetenzzentrums moderiert wurden.

Der Austausch von Konzepten, Fragen und Entwicklungsprozessen war auch ein Angebot zur Vernetzung und zur Kontaktaufnahme, das künftig mit wechselnden Themen wiederaufgelegt wird.   

Mehr Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite zum Programm Lemas-NRW: www.lemas.nrw.

Neuerscheinung: FFP Handbuch

 mk79553jpg 48185950596 oDie 2021 im Waxmann Verlag erschienene Publikation „Strategien selbstregulierten Lernens in der Individuellen Förderung – Ein Praxishandbuch zum Forder-Förder-Projekt“ bietet interessierten Lehrkräften, Schulleitungen und allen anderen an Unterrichts- und Schulentwicklung beteiligten Akteur*innen Einblicke in die Durchführung des an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelten Forder-Förder-Projekts zur individuellen Begabungsförderung und nachhaltigen Potenzialentwicklung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext. Innerhalb des Projektes erfolgt eine diagnosebasierte (Begabungs-)Förderung, wobei die folgenden drei Ziele im Zentrum stehen:

  •  Interessen entwickeln (mittels selbstgewählter Spezialthemen)
  •  Begabungen herausfordern (mittels eigenständiger Forschungsarbeiten)
  •  Lernkompetenz fördern (mittels systematischer Strategievermittlung)

Neben den im ersten Teil des Buches präsentierten theoretischen Grundlagen und aktuellen Forschungsergebnissen bietet das Handbuch im zweiten Teil fächerunabhängige, praxisorientierte Anregungen für die Planung und Durchführung eines Forder-Förder-Projekts inklusive praktischer Hinweise und Unterrichtsmaterialien, die sich als Kopiervorlagen im hinteren Teil des Buches sowie teilweise auch in editierbarer Version auf einer zugehörigen Online-Plattform befinden.

Durch den Fokus auf Strategien selbstregulierten Lernens eignet sich das Forder-Förder-Projekt
– insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Situation – ideal, um Kinder und Jugendliche individuell in ihren Begabungen und Interessen zu fordern sowie in ihren Lernkompetenzen zu fördern, indem es sich nicht nur im Präsenzunterricht, sondern auch im Distanzlernen erfolgreich umsetzen lässt.

Herausgeber*innen:

Christian Fischer, Donata Hillmann, Monika Kaiser-Haas, Monika Konrad

Autor*innen:

Christian Fischer, Christiane Fischer-Ontrup, Julia Gilhaus-Schütz, Linda Habedank, Donata Hillmann, Monika Kaiser-Haas, Monika Konrad, David Rott, Sarah Schulte ter Hardt, Corinna Schuster, Franziska Trappehl, Isabel Unkel, Nele von Wieding

2021, Reihe „Begabungsförderung Individuelle Förderung und Inklusive Bildung“, Band 11, Din A4, 49,90 €, ISBN: 978-3-8309-4305-1, doi: https://doi.org/10.31244/9783830993056

Direktlink zum Buch

Das Neuerscheinungsblatt mit interaktiven Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Nachbericht zum 38. Münsterschen Gespräch: „Das neue Normal? Digital gestütztes Lernen in Distanz und Präsenz.“

Am 15. und 16. März 2021 fand das 38. Münstersche Gespräch zur Pädagogik statt, dies mit insgesamt 90 Teilnehmer*innen, die – passend zum diesjährigen Tagungstitel – den Vorträgen, Diskussionsrunden und Arbeitskreisen per Videokonferenz zugeschaltet waren.

Professor Manfred Pirner (Erlangen) referierte über „Bildung in einer digitalen Welt“, wobei er die Veränderung der Lebens- und Arbeitswelten als so umfassend beschrieb, dass Bildung insgesamt neu gedacht und ausgerichtet werden müsse. Weitere Vorträge beschäftigten sich bspw. mit der Frage, wie die digitale Kompetenz von Lehrkräften zu beurteilen ist (Professorin Mandy Schiefner-Rohs, Kaiserslautern) oder aber, wie die aktuellen schulischen Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung nachhaltig wirksam gestaltet und gesteuert werden können (Professorin Birgit Eickelmann, Paderborn).

In der Abschlussrunde wurde noch einmal deutlich, welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen die fortschreitende Digitalisierung mit sich bringt. Mit dieser Entwicklung müssten sich alle Kolleg*innen aller Fachkonferenzen auseinandersetzen, sie dürfe aber nicht die Vernachlässigung anderer Themen, etwa Normen und Werte, individuelle Persönlichkeitsentwicklung und Subjektorientierung im Unterricht mit sich bringen.

Auf den Online-Plattformen, die für das 38. Münstersche Gespräch zur Pädagogik eingerichtet wurden, sind die Teilnehmenden weiterhin eingeladen, sich über das Thema Digitalisierung auszutauschen.

Der Tagungsband zur Veranstaltung wird Anfang 2022 im Waxmann Verlag erscheinen. 

Auftakt der lif-Qualifizierungsbausteine im Projekt „Leistung macht Schule (LemaS)“ 2020

Lernberatung

Lernberatung im Schulalltag erfolgreich gestalten

Zum Ende des Jahres 2020 starteten die lif-Qualifizierungsbausteine. Im Rahmen des Bausteins „Lernberatung im Schulalltag erfolgreich gestalten“ machten sich 15  Lehrerinnen und Lehrer von sechs verschiedenen Schulen unterschiedlicher Schulformen auf den Weg, die Beratungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern ihrer Schulen zu individualisieren und die Beratungskonzepte ihrer Schulen weiter zu optimieren.

Trotz schulischer Arbeit unter Pandemie-Bedingungen setzten sich die Teilnehmer*innen engagiert sowohl mit theoretischen Hintergründen als auch der praktischen Durchführung von Lernberatungen im schulischen Alltag auseinander. Die Inhalte des Qualifizierungsbausteins wurden von allen Teilnehmer*innen als bedeutsam im Kontext von LemaS eingeschätzt und es wurde von vielen ein hoher Lernzuwachs zurückgemeldet. So kommentierte ein Teilnehmer: „Beratungskompetenz ist ein sehr wichtiger Baustein der pädagogischen Arbeit und es lohnt sich immer wieder diese zu reflektieren und sich Input zu holen.“

Die Veranstaltung wurde von den beiden Referentinnen Anja Wardemann und Karin Quandt als Online-Live-Seminar durchgeführt. Auch wenn alle Beteiligten die gewohnten Präsenzveranstaltungen vermissen, wurde die pandemiebedingte Durchführung als Online-Live Seminar auf vielen Feedbackbögen positiv hervorgehoben und von allen Beteiligten als gewinnbringend betrachtet.

Der nächste Qualifizierungsbaustein „Lernberatung im schulischen Alltag erfolgreich gestalten“ findet am 17. und 31.5.2021 für Teilnehmer*innen des Projekts „Leistung macht Schule – LemaS“ statt.

Die Anmeldung hat bereits begonnen. Nähere Informationen zum Qualifizierungsbaustein und zum Anmeldeverfahren erhalten Sie im LemaS-Projektbüro bei Frau Zumbrock (projektbuero.lemasnrw@uni-muenster.de).

Qualifizierungsbaustein Geschichte-Lab & MINT-Lab 

Im Rahmen der fachdidaktisch akzentuierten Enrichment-Angebote bieten die Einheiten Geschichte-Lab und MINT-Lab (Moderatoren: Dr. Marcus Kohnen und Stephan Schwanke) bereits am 12.2.2021, 15.00 bis 18.00 Uhr eine gemeinsame Online-Fortbildung per Zoom an. Das Motto des Geschichte-Lab heißt „Geschichte erforschen und sich selbst entdecken“ und fokussiert die Förderung von besonderen Begabungen im Geschichtsunterricht. Das MINT-Lab thematisiert Kritisches Denken zusammen mit dem Konzept Nature Of Science (NOS) anhand von naturwissenschaftlichen Unterrichtsgegenständen, welche teilweise in einem historischen Kontext betrachtet werden. Die Veranstaltung ist auch als Möglichkeit zum fächerverbindenden Unterricht gedacht, daher nehmen die TN an beiden Einheiten teil. - Zielgruppe sind Schüler*innen der Sekundarstufe I.

Auch für dieses Angebot nimmt Frau Zumbrock im Projektbüro LemaS-NRW Anmeldungen entgegen: projektbuero.lemasnrw@uni-muenster.de

Wissenschaftliche Begleitung zur Begabungs- und Leistungsförderung - Website des Forschungsverbunds Leistung macht Schule (LemaS) geht online

lemas logoWer steht hinter LemaS? Welche Ziele verfolgt der Forschungsverbund und wie geht er dabei vor? Was passiert derzeit in den Teilprojekten? Wie verläuft die Zusammenarbeit mit den LemaS-Schulen? Was sind Ergebnisse aus den ersten Projektphasen? Auf der Website www.lemas-forschung.de gibt es ab sofort aufschlussreiche Einblicke in die wissenschaftliche Begleitung des bundesweit laufenden Entwicklungs- und Forschungsprojekts Leistung macht Schule, das vom BMBF gefördert wird und an dem 300 Schulen aller Schulformen bundesweit beteiligt sind. Die neue Website präsentiert den interdisziplinären Forschungsverbund, der sich aus 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und rund 60 wissenschaftlichen Mitarbeitenden von 16 beteiligten Hochschulen zusammensetzt. Der Netzauftritt www.lemas-forschung.de dokumentiert die laufende Arbeit und informiert über wissenschaftliche Hintergründe, Methoden und Ergebnisse des Großprojekts.

Die Schulen werden in 22 Teilprojekten vom Forschungsverbund LemaS mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung zur Förderung von (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schülern im Bereich der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie der kooperativen Netzwerkbildung wissenschaftlich begleitet, bei der Konzeptionierung und Umsetzung passender Strategien, Materialien und Maßnahmen unterstützt und kontinuierlich evaluiert. Ein zentraler Bestandteil ist hierbei die Professionalisierung und Unterstützung der Lehrpersonen durch den Aufbau kooperativer Strukturen im Kollegium und von Schulnetzwerken, bei der Entwicklung von überfachlichen diagnosebasierten Förderformen sowie von fachdidaktischen diagnosebasierten differenzierenden Aufgaben- und Förderformaten in den MINT-Fächern und Sprachen. Der Forschungsverbund bündelt Expertise aus der Erziehungs- und Bildungswissenschaft, darunter der Bildungstheorie, Schul-, Professions- und Effektivitätsforschung, den Fachdidaktiken in Deutsch, Englisch und den MINT-Fächern sowie der Psychologie mit Schwerpunkten im Bereich der Diagnostik und Evaluationsforschung. Die Interdisziplinarität des Forschungsverbunds prägt die Projektstruktur und das praxisorientierte Arbeitsprogramm der Teilprojekte.

Neben grundlegenden Informationen zu den Aktivitäten und Strukturen des Forschungsverbunds sowie der Übersicht zu LemaS-Publikationen werden auf der Website zu entsprechenden Anlässen u.a. Veranstaltungen porträtiert und bedeutende Projektereignisse aufbereitet. Die Onlinepräsenz des Forschungsverbunds LemaS dient somit der Vitalisierung des Forschungsnetzwerks durch einen fachübergreifenden wissenschaftlichen Austausch und ist als Informationsplattform eine Anlaufstelle für externe Anfragen zum Thema Leistungs- und Begabungsförderung sowie Schul- und Unterrichtsentwicklung in Deutschland.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.